Wilde Lande
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Sonstiges

Jahresrückblick 2006

Mein persönlicher Rückblick auf das Rollenspiel-Jahr 2006.

Auf dem GroFaFo-Wintertreffen wurde Polaris zum neuen Shooting-Star der Forge-Riege, sogar eingefleischte Atmo-Fetischisten konnten sich dafür erwärmen. Ich war vielleicht nicht ganz unschuldig daran.

Im März lief die erste GroFaFo-Challenge. Sieger Ego und Zweitplazierter Randpatrouille werden gespielt und weiterentwickelt. Gleiches gilt für Western City, ameiza, The Great Below und möglicherweise andere, die mir entgangen sind. Randpatrouille und Western City sind dem Vernehmen nach sehr beliebt und kurz vor ausgereift. Leider verschnarchte die Jury das Feedback zu weiten Teilen. Mea culpa, mea maxima culpa.

Mit Harald, Martin und Ron, die ich auf der NordCon 05 aufgerissen hatte, später auch mit Verena, startete ich in Hamburg die langersehnte Testpiloten-Runde. Mit Dogs, Sorcerer, TSoY und AFMBE wurden immerhin vier Systeme angetestet. Ohne mein Beisein fanden weitere Runden von Capes und Don’t Rest Your Head statt. Ich testete Western City, Capes und TSoY mit Jörg, Stefan und Nicole.

Auf der NordCon 06 hielt ich einen Workshop über Forge-Spiele und leitete PtA (mit mäßigem Erfolg) und TSoY (mit durchschlagendem Erfolg). Außerdem spielte ich zum ersten Mal in meinem Leben d20. Grimm d20. War gut. Ebenfalls auf der NordCon 06 entstand der Kontakt zu Dani vom PrO und – über Dani – Stefan Unger, und die Idee eines gemeinsamen Standes von PrO und Forge auf der Spiel wurde geboren. Und so geschah es irgendwie, dass ich zum Repräsentanten der Forge in Dschörmenie wurde.

Folgerichtig postete ich viel auf der Forge und verstand auch endlich GNS, dank Actual Play. Im Sommer traf ich Ron Edwards, Vincent Baker und Eero Tuovinen in Berlin. Wir testeten Spione, Ron leitete ein Sorcerer-Demo für Georgios und mich, und ich besuchte außerdem mit Jasper, Lukas und Tim eine Drag-King-Show. Es war heiß, in jeder Hinsicht. Und uns hätte bestimmt keiner für Rollenspieler gehalten.

Auf dem GroFaFo-Sommertreffen leitete ich sehr erfolgreich Randpatrouille und TSoY. PtA war bei mir wieder durchwachsen. Nicht so jedoch bei Fredi nebenan, wo „People like Zoo and Me“ zur meistbesprochenen Spielrunde avancierte. Ich wurde krank und war am Ende ganz schön auf. Viele meinten, dass es diesmal nicht so gerockt hat wie gewohnt. Ich beschloss, eine Pause einzulegen und das Wintertreffen 07 ausfallen zu lassen.

Ein weiteres äußerst kräftezehrendes Event war die Spielmesse 06. Den Organisationsaufwand hatte ich gewaltig unterschätzt, vor allem die Tatsache, dass ich den meisten Leuten fortwährend in den Arsch treten musste. Zum Glück war Jörg da, der mich in den Arsch getreten hat. Danke, Alter, ohne dich hätte ich es nicht geschafft. Außerdem nochmals vielen Dank an Kathy, mein selbstlos-fleißiges Design-Bunny, Franzi und Hendrik, die ganz kurzfristig drei schnarchende Männer und Gerd bei sich aufnahmen, sowie Agata, Harald und Gerd, ohne die „Forge Deutschland“ am Stand ziemlich alt ausgesehen hätte. Außerdem Dani, Yvonne, Stefan und Andreas vom PrO, ohne die wir die Nummer nicht hätten abziehen können, und die verrückten Finnen Eero und Markku, deren Demo-Kits echt genial waren. Rund 2.000 Euro Umsatz sind nicht die Welt, aber ein guter Anfang.

Alle Welt redet jetzt bereits vom nächsten Jahr, aber ich weiß echt nicht, ob ich den Stress noch mal auf mich nehmen will. Andererseits war die Nachfrage nach BARBAREN! da, dank des genialen Previews, das Kathy mir gezaubert hatte. Bis zur nächsten Spiel sollte ich das Buch hoffentlich fertig haben, da käme mir der Stand gerade recht, um es unter die Leute zu bringen...

Überhaupt, BARBAREN!: Die Spielmesse gab mir den nötigen Druck, um endlich die Testversion Gamma fertig zu stellen, die inzwischen auch einigen Testspielen unterzogen wurde, unter anderem auf der ConTor. Auch auf der Spiel habe ich ein paar Demos geleitet und jede Menge Flyer verteilt. Jetzt brüte ich noch ein bisschen über dem Feinschliff der Kampfregeln, und dann muss ich nur noch ein Buch schreiben.

Dann war da im Jahr 2006 natürlich noch ein gewisser Settembrini, der mit seinem Kreuzzug im Namen des „Abenteuerrollenspiels“ wider das „Stimmungsspiel“ das GroFaFo und andere Bereiche der deutschen „Rollo“-Internet-Landschaft aufmischte. Zwischen bösartigem Wortwitz und verbalem Totalausfall, kenntnisreichen Einsichten und totaler Unkenntnis, zeigte er sich immerhin Argumenten und neuen Erkenntnissen zugänglich. Das jedoch war nicht genug, um den Bann im GroFaFo zu vermeiden, dem Vernehmen nach nicht der einzige Bann. Augenscheinlich hat der Fall Settembrini recht hohe Wellen geschlagen, das Internet kann hier jedoch sehr trügerisch sein und vielleicht ist es ja doch nur ein Sturm im Wasserglas.

Ich bin angegriffen worden, weil ich im O.R.K. meine Ablehnung des GroFaFo-Banns des Hofschrats kundgetan habe. Ich bleibe jedoch dabei, dass ich gerne mit ihm diskutiere, auch gerade weil ich öfter Mal anderer Meinung bin oder jedenfalls einen anderen Blickwinkel anzubieten habe. Kein Diskurs ohne Kontroverse. Wenn er sich einen seiner gelegentlichen Totalausfälle leistet, kriegt er das von mir dann auch zu hören. Die reale Person Andreas habe ich inzwischen zweimal getroffen und mich gut mit ihm verstanden. Dem Vernehmen nach hat er nicht nur eine große Klappe, sondern auch was dahinter, was seine Fähigkeiten als ARS-Spielleiter angeht.

Im November haben wir meinen Charakter für die Artesia-Runde mit Verena, Jörg, Harald und Martin gemacht. Das Lifepath-System rockt. Leider sind wir noch nicht zum Spielen bekommen, doch ich lese die Comics und das Regelwerk mit wachsender Begeisterung und freue mich sehr auf die Runde. ARS wird es trotzdem nicht werden, vielleicht erkläre ich demnächst mal, wieso.

Wie man sieht, alles in allem ein ziemlich reichhaltiges Rollenspiel-Jahr. Aber: Viel zu viele Projekte, und zu wenig gespielt. Und wenn gespielt, dann fast nur One-Shots oder Kurzkampagnen. Hoffentlich wird mit Artesia alles besser. Außerdem starte ich ja demnächst auch eine Unknown Armies-Kampagne mit meinen Mädels. Leider stehen mit der zweiten GroFaFo-Challenge und der Spiel 07 zwei weitere Großprojekte an, aus denen ich irgendwie nicht mehr rauskomme, auch wenn ich gern würde.

Die vielen Projekte und die unzähligen, teilweise wahrlich überflüssigen Internet-Diskussionen waren, das muss ich eingestehen, sicherlich oft auch der Flucht vor meiner unbefriedigenden beruflichen Situation geschuldet. Mein Job gefällt mir nicht, kostet mich viel Zeit und Nerven und bringt zu wenig Geld für meine teure Wohnung und meine arbeitslose Freundin ein. Ich bin furchtbar müde und wie gelähmt von der Angst vor der falschen Entscheidung, deshalb schaffe ich den Absprung nicht. Das vor allen Dingen muss sich ändern. Und vielleicht muss der Stellenwert des Rollenspiels in meinem Leben sinken. Wie mir diverse geschätzte Ratgeber bescheinigen, ist das nicht normal, so viel Zeit und kreative Energie in ein Hobby zu stecken. Nicht für einen erwachsenen Mann mit Beruf, Freundin und Wohnung. Aber, verdammt, ich bin so kurz davor, endlich mein eigenes Rollenspiel herauszubringen! Ich kann doch jetzt nicht aufgeben!

2007 werden einige folgenschwere Entscheidungen fallen müssen, für meine berufliche Zukunft, und auch für meine Rollenspiel-Zukunft. 1d4/1d8 Sanity.
27.12.06 18:45


1 Jahr Wilde Lande

Scheiße, die Zeit läuft. Gestern vor einem Jahr habe ich dieses Blog eingerichtet. Ein bisschen was ist in der Zeit zusammen gekommen. Manchmal war es eine Weile still, aber blöde Pausenfüller posten ist halt irgendwie auch... blöd. Außer wenn man Jubiläum hat, dann darf man das.
26.11.06 23:01


State of the hobby address

Ich sprach heute Mittag mit dem Inhaber eines Hamburger Ladens für phantastische Spiele. Wesentliche Schlaglichter:

- Die Rollenspielumsätze gehen seit Jahren den Bach runter.

- Die einzige Reihe, die noch schwarze Zahlen schreibt, ist DSA.

- Bei der üblichen Marge muss er drei Bücher verkaufen, um das eine zu bezahlen, das er im Regal stehen hat. Und mehr als drei Bücher verkauft er von so gut wie keinem Titel außer DSA und manchen deutschsprachigen D&D-Werken.

- Englisches verkauft sich sehr schlecht. d20 verkauft sich sehr schlecht, wahrscheinlich auch wegen der durchwachsenen Qualität der verschiedenen Reihen.

- Somit müsste er aus kaufmännischer Sicht alles an Rollenspiel bis auf DSA aus dem Sortiment nehmen und nur noch Brettspiele, Kartenspiele, Miniaturen und Mangas verkaufen. Titel wie Hero Wars oder AFMBE-Supplements im Regal stehen zu haben, ist der pure Luxus.

Und das ist ein Laden mitten in Deutschlands zweitgrößter Stadt, der sehr aktiv promotet. Düstere Aussichten, Freunde. Träumereien über Rollenspiele bei Thalia und Karstadt Spiel & Sport sind eben dies: Träumereien. Bald schon wird man Rollenspiele fast nur noch online kaufen.
22.11.06 19:35


Tschüss, Erwin

Heute möchte ich euch Erwin vorstellen. Erwin ist ein fiktiver Rollenspieler, aber er wird euch bekannt vorkommen. Erwin spielt seit 10 Jahren Shadowrun. Er könnte auch Vampire spielen, oder Earthdawn, oder so was, aber sagen wir mal, er spielt Shadowrun. D&D und DSA findet Erwin doof, weil Poolsysteme sind moderner und besser und Trefferpunkte sind total unrealistisch.

Erwin spielt mit seiner eigenen Gruppe daheim. Er leitet gerne, und er spielt gerne Ninja-Ki-Adepten. Einzelgänger mit einer dunklen Vergangenheit, die total cool ist, die aber seine Mitspieler auf gar keinen Fall erfahren dürfen. Erwin findet auch den Metaplot von Shadowrun total cool und hat ein ganzes Bord voll mit Romanen zu Hause. Aber die Spieler dürfen die nicht lesen, weil ihre Charaktere davon ja nichts wissen dürfen.

Erwin hat die Internet-Foren-Welt für sich entdeckt. Dort kann er über die Unterschiede zwischen SR3 und SR4 diskutieren und darüber, ob man als Spielleiter Initiaten erlauben sollte. Erwin ist zwiegespalten: Er selber spielt so gerne Initiaten, aber die anderen Spieler, die sind alle Powergamer und benutzen ihre Fähigkeiten nur, um den Plot kaputt zu machen.

Erwin postet seine großartigen Erkenntnisse über Rollenspiel nicht nur in Shadowrun-Foren, sondern auch überall sonst, wo man ihn reinlässt. „Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden“, wäre so eine Weisheit. Oder: „Der SL hat immer recht.“ Oder: „Man muss Spielerwissen und Charakterwissen trennen.“ Oder: „Man darf Charaktere nicht zu mächtig werden lassen.“ Außerdem erzählt er gerne von seinem geilen Ninja-Charakter, den er schon seit 1998 spielt, und von seiner geilen Kampagne, die schon seit vier Jahren läuft, und die Spieler haben immer noch keine Ahnung, was eigentlich vor sich geht und mit wem sie es zu tun haben.

Erwin postet auch über die Probleme, die er mit seiner Runde hat. Das Dumme ist nämlich, dass die anderen in der Runde falsch spielen und nicht auf Erwin hören. Jeder Hinweis, dass er selbst die Ursache des Problems sein könnte, perlt an Erwin ab, ebenso wie freundliche Vorschläge, die Spielweise der Gruppe zu ändern. Eigentlich will Erwin nämlich nur hören, dass seine Spieler Idioten sind, und ein bisschen bewundert werden, weil er die Güte hat, sich trotzdem aufzuopfern und mit ihnen zu spielen.

Früher oder später mischt sich Erwin in ein ernsthaftes Gespräch von Leuten ein, die einen weiteren Horizont als er haben, was Rollenspiel angeht, und sich dem Thema mit analytischem Handwerkszeug und bestimmten „Fachbegriffen“ nähern. Da muss Erwin sich erst mal aufregen: Was soll denn dieses pseudo-wissenschafliche Gelaber, haben die Leute nichts besseres zu tun? Es ist doch schließlich nur ein Spiel! Und diese ganzen komischen neumodischen Möchtegern-Rollenspiele, über die alle labern, die können doch nur scheiße sein. Erwin hat zwar nie eines davon gelesen, geschweige denn gespielt, aber er weiß genau, dass das kein Mensch braucht.

Erwin will aber sein eigenes System schreiben. Das System ist Shadowrun, nur schlechter, weil ein paar Elemente von L5R dilettantisch eingeschustert wurden, Erwins Zweitsystem, das er im Schrank stehen hat und gerne mal spielen würde, aber seine Spieler wollen nicht. Das Magiesystem ist noch nicht fertig, aber es wird ganz groß. Er ist nur noch nicht sicher mit der Fertigkeitenliste. Das Setting ist eine nahe Zukunft mit Elementen fernöstlicher Mythologie. Leider hat Erwin nie Feng Shui gelesen, deswegen weiß er nicht, wie man so was gut macht.

Ich habe keine Geduld mehr mit Erwin. Ich habe lange genug auf Leute wie ihn eingeredet. Das traurige ist, dass ich ihm verdammt gute Tipps gegeben habe. Ich habe ihm nicht geschrieben, er solle doch mal PtA oder WuShu spielen, wie das einige Spezis im GroFaFo so gerne mit jedem tun, der Probleme mit seiner Runde hat. Obwohl Erwin bestimmt Spaß an WuShu hätte. Oder er solle sich eine neue Runde suchen, immer ein seeehr hilfreicher Tipp. Nein, ich habe ihm Ratschläge gegeben, die auf sein Problem und seine geschilderte Runde eingingen und die ihm hätten helfen können. Ich hatte sogar eine Weile das Gefühl, er würde es raffen. Das Gefühl trog.

Der Punkt ist, dass Erwin unzufrieden mit seinem Hobby ist. Und er ist wütend auf die Leute, die ihn darauf hinweisen, dass er selbst daran schuld ist. Darauf reagiert er mit Gegenangriffen. Ist Erwin ein hoffnungsloser Fall? Gar hirngeschädigt? Aber nicht doch. Habe ich noch Lust, mich mit seiner Renitenz auseinander zu setzen und zu versuchen, ihn irgendwie zu bekehren oder so was? Aber nicht doch.
22.8.06 16:27


GroFaFo-Treffen: T minus 23 Stunden

Yay! Mit dem ganzen Stress hatte ich bisher kaum Zeit, überhaupt an das Treffen zu denken, aber langsam stellt sich Vorfreude ein! In 23 Stunden hole ich Sara und Florian ab und dann geht’s auf die Piste. Eigentlich wollte ich ja diesmal weniger saufen, aber andererseits hab ich echt Bock, mich wegzuschießen. Hab mir in weiser Voraussicht den Freitag Vormittag freigehalten...

Kleines Problem: Ich habe noch keine meiner drei Runden ernstlich vorbereitet... Na ja, PtA verträgt eh keine Vorbereitung, bei TSoY sind die Spieler selbst schuld, weil sie nicht mir Charakteren an Land kamen, und Randpatrouille, da hab ich immerhin schon eine Idee. Viel mehr braucht es da auch nicht.

Eigentlich wollte ich ja mehr spielen und weniger leiten, aber egal, alles wird gut. Hab ja noch den Eishorror und TRoS. Mal sehen, was Dirk und seine Muscheltänzerinnen so können. Ich hätte trotzdem lieber einen abgefuckten Söldner mit schartigem Schwert gespielt.

Ach ja, und dann ist da ja auch noch The Ancient and Venerable Art of Tippling. Das wird groß.
9.8.06 11:59


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