Quasi als Fortsetzung meines
Artikels über die Fiktions-Polarität habe ich ein
Actual Play auf der Forge über eine längst vergangene, aber in guter Erinnerung gebliebene Runde verfasst, in dem die – aus GNS-Sicht – entscheidenden Punkte noch mal sehr deutlich herausgearbeitet werden.
Man muss zugeben, dass die GNS-Denke in ihrer Logik schon konsequent ist, ebenso jedoch, dass die Kategorie „Sim“ für sich genommen nutzlos ist, da sie eine zu große Anzahl grundverschiedener Spielstile umfasst. Das Sim-Bashing im GroFaFo (Sim ist Hartwurst, Sim ist Stimmungsspiel) war sicherlich nicht hilfreich, um dort das Verständnis und die Akzeptanz von GNS zu erhöhen.
Ich persönlich nehme mit, dass mein
Back 2 Vanilla wahrscheinlich wirklich, wie bereits von einigen angenommen, ein Back 2 Sim ist. Und der Grund, warum mir viele Forge-Spiele am Ende doch nicht so gut gefallen haben, mag vielleicht gar darin zu suchen sein, dass mir Nar gar nicht liegt, sondern ich Sim bevorzuge: Hartes Sim, konfliktreiches Sim, Sim mit vielen thematischen Inhalten, aber eben Sim.
Ich bin auch gefragt worden, warum ich mir diese ganze Diskussion überhaupt antue. Letztendlich glaube ich, dass ich mit dem Process Model einfacher und genauer ausdrücken kann, worum es mir beim Spielen geht. Vielleicht versuche ich das demnächst mal. Der Thread auf der Forge sollte nur sicherstellen, dass mir auch wirklich nichts mehr entgangen ist, was GNS angeht, ich das Modell also in dem guten Gewissen einmotten kann, es auch wirklich verstanden und seinen Nutzen für mich ausgeschöpft zu haben.
Außerdem hatte ich es Jay (Silmenume) versprochen. Ihm scheint es unheimlich wichtig zu sein, den ganzen Betonköppen zu zeigen, dass es ein Sim jenseits von Hartwurst und Stimmungsspiel gibt.