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Spaß auf Kosten der anderen

Heute zu einem unschönen aber verbreiteten Phänomen. Dieses Phänomen ist nicht Rollenspiel-spezifisch, sondern findet sich in jeder Art von gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Zwar ist üblich, richtig und gut, dass jeder, der an einer gemeinsamen Freizeitaktivität teilnimmt, auch auf die anderen Rücksicht nimmt. Im Idealfall hat jeder nicht nur den eigenen Spaß, sondern auch den Spaß der anderen im Auge, ja zieht sogar einen wesentlichen Teil seines Spaßes aus dem wechselseitigen Ansporn und Applaus.

Es gibt aber nun mal Leute, denen dafür die Kinderstube fehlt. „Wie, der Sex war schlecht? Kann nicht sein, ich hatte meinen Spaß!“ Die dich beim Fußball im Stadtpark knallhart umgrätschen. Oder dir beim Skat in die Karten gucken. Hauptsache, sie sind die Geilsten und sie haben das bekommen, was sie wollten.

Solche gibt es auch beim Rollenspiel. Ihr Lieblingssatz ist: „Mein Charakter ist halt so.“ Dummerweise wird diese Ausrede immer noch von vielen akzeptiert. Dem Spieler wird das Recht zugebilligt, ohne Rücksicht auf die anderen sein Ding zu machen, und dem SL wird die unlösbare Aufgabe zugeschoben, das irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Diese dämliche Apologetik ist dafür verantwortlich, dass sich Leute mit einem Mangel an Kinderstube im Rollenspiel als Hobby so wohl fühlen.

Viele von denen kann man natürlich wieder einfangen, wenn man weiß, wie man mit ihnen reden muss und ihnen einfach mal ihre Grenzen aufzeigt. Aber das kann eben der arme stammelnde Nerd-SL im Zweifel nicht, und dann wird’s echt hässlich. Rollenspiel, manchmal leider doch ein Biotop.
7.8.07 14:55
 


bisher 14 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Skyrock / Website (7.8.07 15:05)
Amen. Wenn es einen Satz geben würde dessen Auslöschung ich mir wünschen würde, dann ist es "Mein Charakter ist halt so".


Zacko (7.8.07 15:21)
Alles völlig richtig. Wie lautete noch mal Regel Nummer eins?

"Spiel nicht mit Deppen"?

Oder so ähnlich. Ich würde noch hinzufügen: "Jedenfalls nicht oft oder auf Dauer", aber ich bin auch ein Weichei.

Spass soll Spass machen!
LG,
Z.


Satinavian (8.8.07 11:16)
Ist alles richtig.

Aber was ist deine Lösung ?


Frank / Website (8.8.07 11:55)
Ist die Lösung nicht offensichtlich?

Erster Schritt: Problem ansprechen, klarstellen, dass das Verhalten nicht akzeptabel ist.

Zweiter Schritt: Wenn keine Besserung eintritt, aus der Runde werfen.


Satinavian (9.8.07 11:39)
Naja, aus der Runde werfen ist immer ein letztes Mittel. Eigentlich ist es eher die Erkenntnis, dass sich das Problem eben nicht lösen läßt und das gemeinsame Betreiben des Hobbies dadurch unmöglich ist, als eine Lösung.

Reden ist natürlich immer richtig, aber eher die Grundlage und nicht die Lösung. Was und wie und mit wem beredet wird, darauf kommt es an. Aber ds kann man wohl nur offen lassen.


Frank / Website (10.8.07 14:59)
Ah, herzallerliebst. Der Hofrat hat diesen Artikel entdeckt. Zieht es diesmal aber vor, sich nicht am Gespräch zu beteiligen, sondern mit seinen Fans über uns zu lästern. Nun wäre das an sich nicht weiter erwähnenswert, aber wir haben ja schon andernhalben bemerkt, dass unser aller Leuchtturm die Kunst der Provokation beherrscht. In diesem Falle liegt die ebenso plumpe wie wirksame Provokation darin zu unterstellen, dass meine Artesia-Runde die Inspiration für dieses Thema darstelle.

Dem sei entgegnet: Derlei Negativerfahrungen am Spieltisch hatte ich schon länger nicht mehr, zuletzt erfuhr ich darüber anhand von Berichten anderer, z.B. aus der DSA-Runde, an der meine Freundin eine Weile teilnahm. Dazu sei gesagt, dass die Mitspieler an sich nette Leute sind und, wie bereits oben geschrieben, nicht bewusst den anderen den Spaß verderben. Aber blöde „das muss so sein“ Vorannahmen verhinderten ein vernünftiges Gespräch über das Problem der Runde.

Mein persönlicher Tiefpunkt waren eine UA-Runde auf der NordCon 2004 und zwei kurzlebige Kampagnen zu Schulzeiten (lang lang ist’s her), das waren SR 2.01 und Midgard. *schauder* Die aktuelle Inspiration zu diesem Blogeintrag war hingegen dieser Thread auf der Schmiede.


Frank / Website (10.8.07 15:30)
P.S.: Wer noch Zweifel an der Beliebigkeit der Hofrat’schen Argumentation hat, lese das hier. „Ach sooo, dein Charakter ist Mitglied einer Geheimorganisation, die die sofortige Tötung aller Elfen verlangt, na dann ist es okay, dass du meinem Charakter im Schlaf die Kehle durchschneidest, ich mach mir rasch nen neuen.“ DAS ist stimmungsvolles ARS...


Purzel / Website (10.8.07 18:00)
Dieses Verhalten ist 1:1 das Verhalten in der DSA3-Runde, die ich vor Jahren verlassen hab. *ugh* Böse Erinnerungen kommen da in mir hoch.


Berandor / Website (10.8.07 21:08)
Dann werde ich mich mal hier beteiligen und nicht nur feige im ORK bleiben. Ich bin nicht im GroFaFo, aber wer will, kann das gerne da rüberkopieren.

Ich bin sicher kein Spielleiter, der einem Spieler das Erlebnis nehmen möchte, seinen Charakter auszuspielen oder sich in diesen hineinzuversetzen. Auch in meiner Spielrunde gibt es Konflikte zwischen Charakteren, augenblicklich meistens zwischen dem Paladin und dem Kleriker des Rechts.

Wer diesen Blogeintrag nicht mag oder auch den – grottenschlechten – Rant im GroFaFo befürwortet, hat da aber was nicht verstanden. Neben dem Charakterspiel gibt es immer noch die Gruppe und das Abenteuer. Und jeder Spieler hat stets mindestens (!) zwei Möglichkeiten, wie er seinen Charakter ausspielt. Eine Möglichkeit, die destruktiv gegen die Gruppe und das Spiel geht, und eine Möglichkeit, die zwar genauso charaktertreu wäre, aber nicht für Probleme im Ablauf sorgt. Z.B. die Möglichkeit, blind loszustürmen, oder vehement für einen Sturmangriff zu plädieren; etwas beim König mitgehen zu lassen, oder zu schmollen, weil man das nicht darf.

»Mein Charakter will das so« oder »...ist halt so« wird NUR benutzt, wenn die destruktive Möglichkeit gewählt wird, wenn der Spieler lieber sich ins Rampenlicht stellen möchte. Und solche Spieler braucht man nicht.


Joerg.D (10.8.07 21:31)
Ich frage mich warum du die Möglichkeit übersiehst, das man auch später in das Abenteuer einsteigen kann und eventuell auch gerne eine Wartezeit in Kauf nimmt.

Oder warum du dich der Tatsache verweigerst, das ein schwer angeschlagener Charakter gar nicht erst eingeführt werden kann, wenn er im ersten Kampf krepiert.

Das ist Rolemaster, was da gespielt wird und nicht D&D. Ein guter Schlag und Du bist Geschichte.

Aber es hat sich wohl nicht nicht bis zu allen rumgesprochen, das Flexilibität auch für einen SL echt nützlich ist, wenn es um ein spannendes Spiel für alle geht.

Mehr solcher SL braucht die Welt auch nicht, da gibt es schon genügend von, die ihre Gruppe in der Eisenbahn spazieren fahren.


Skyrock / Website (11.8.07 00:53)
Um dann auch einmal aus der Deckung des O.R.K.s zu kommen (im GFF werde ich trotz Account nicht schreiben, dazu ist schon zu viel Rauschen im Thread): Äpfel und Birnen. Vermi redet über den Spieler der "weil der Charakter nun mal so ist" dem Spaß anderer schadet und so seine Rechte schlecht nutzt, Jörg über den Highlord der einem Spieler eine Handlungsweise aufdrückt "weil der Charakter nun mal so ist" und so seine vom System gesteckten Kompetenzen überschreitet.

Mir ist völlig schleierhaft wo sich da ein Zusammenhang ziehen lässt.


Joerg.D (11.8.07 11:25)
Weil es im Rollenspiel keine einfachen Lösungen gibt und Frank den Sport und das Skat, wo der Aspekt des Gewinnes ein wesentlicher Bestandteil der Sache ist mit einer sozialen Angelegenheit vergleicht.

Und ich versuche klar zu stellen, das es nun mal ein bisschen komplitierter ist als man sich das so einfach macht. Es wird hier unterstellt, das es leute gibt, dessen Lieblingssatz "mein Charakter will das so" ist. Und ich denke das diese Aussage immer einen für den Spieler triftigen Grund hat.


Frank (11.8.07 20:55)
Jörg, wir sind nicht unterschiedlicher Meinung. Dir passt anscheinend meine Ausdrucksweise nicht, aber inhaltlich sind wir nicht unterschiedlicher Meinung.


Joerg.D (13.8.07 19:53)
Das hat sich spätestens seit dem Gespräch bei Martin erledigt. Ich muss wohl mehr Skillpunkte auf Franks Posts verstehen machen.

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