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Leichtes Spiel

Ich habe es neulich schon in meinem Plädoyer zur Entdeckungsreise angesprochen: Nicht jeder, der eine Mission will, will auch eine schwere Mission. Das habe ich gerade wieder festgestellt, nachdem ich mich doch endlich überreden ließ, die World of Warcraft zu erkunden. Millionen Menschen weltweit finden es total unterhaltsam, Stunden und Tage ihrer Freizeit dafür zu verwenden, Questen zu spielen, die einfach jeder schafft. Die so leicht sind, dass man sich so dämlich anstellen kann, wie man will, und sie immer noch schafft. Und haben Spaß dabei.

Das gilt auch für P&P-Rollenspiel! Und nicht nur für Missionen. Ich selbst spiele gern mit Anspruch: Ich lasse beim Rollenspiel gern meine Kreativität und intellektuelle Leistungsfähigkeit aufblitzen, und schätze es, wenn meine Mitspieler das ebenfalls tun. Das habe ich mit den meisten aktiven Mitgliedern dieser kleinen deutschen Online-Community gemeinsam. Andere, die viel online über Rollenspiel schreiben, sind vielleicht etwas mehr oder weniger anspruchsvoll, oder ihre Ansprüche gehen in eine andere Richtung. Aber anspruchsvoll sind wir alle.

Das gilt aber nicht für alle anderen Rollenspieler da draußen. Vielen reicht es, sich einfach irgendwie eine fremde Welt vorzustellen, und eine Figur in der fremden Welt, mit der sie sich irgendwie identifizieren und der interessante Dinge passieren. Damit ihnen nicht langweilig wird, wollen sie schon irgendwie auch was zu tun haben: Eine Mission vielleicht, oder ein Plot. Oftmals kommt der Plot ja auch im Gewande einer Mission daher. Aber richtig schwierig soll es nicht sein. Es darf gerne recht offensichtlich sein, was zu tun ist. Der SL darf den Wink mit dem Zaunpfahl geben. Die Spieler machen dann, was von ihnen erwartet wird, und alles ist gut.

In den Internet-Diskussionen findet man oft gewisse Vorbehalte gegen solches Spiel. Dieses sei „casual“, da könne man doch auch gleich was anderes machen, es sei nur routinemäßiges Abspulen erlernter Verhaltensweisen. Den Spielern wird unterstellt, sie würden das nur so machen, weil sie nichts Besseres wüssten. Weil sie das, was sie wirklich vom Rollenspiel wollen, noch nicht gefunden haben. Oder weil sie sich eigentlich gar nicht besonders für Rollenspiel interessieren, sondern nur mit ihren Freunden abhängen wollen.

Dabei übersehenden die Diskutanten gerne, dass nicht jeder so anspruchsvoll ist wie sie. Nicht jeder muss sich bei WoW einen Namen in der Gilde machen, der Tank Nr. 1 für die nächste Raid sein, einen neuen Char innerhalb von 3 Stunden auf Lvl 10 hochreißen. Nicht jeder muss bei D&D alle Regeln beherrschen und das optimale Potential aus dem Charakter rausholen, Module mit beinhartem CR spielen, knapp am TPK vorbeischrammen und am Ende den Sieg feiern. Nicht jeder muss sich bei Vampire tief in den eigenen Charakter hineinversetzen, dessen inneren Konflikt ausspielen und auf die Spitze treiben. Nicht jeder muss flammende Reden in lupenreinem Akrolekt halten, immersiv mit der Spielsituation verschmelzen, intensive Gefühle erleben, sich selbst zu Höchstleistungen anspornen.

Man kann dieses Hobby auch seichter betreiben, und es trotzdem mögen, um der Sache willen. Man kann trotzdem Spaß daran haben, gerne Rollenspieler sein, und nichts vermissen. Ist keine große Sache.
27.6.07 15:01
 


bisher 45 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Skyrock / Website (27.6.07 15:47)
Ich glaube es sind die wenigsten die so intensiv spielen wollen.
Von meinen Mitspielern fällt wohl der Großteil in die Ecke der Seichtspieler, und ich habe kein Problem damit - im Gegenteil, es ist ein gutes Arrangement. Als SL komme ich so mit Hausregeln etc. schneller zu einer Entscheidung als wenn ich es mit 2, 3 weiteren Hardcore-Spielern ausdiskutieren müsste, und meine Spieler haben einen engagierten SL auf den sie sich verlassen können.

Zudem geht es unter Seichtspielern weniger verbissen zu. Das Spiel läuft entspannter und zurückgelehnter, man hat weniger Druck, und es gibt keine schiefen Blicke wenn einem gerade ein Monty-Python-Zitat einfällt. (Mag vielleicht auch damit zusammenhängen dass die meisten Intensivspieler auf die ich gestoßen bin Immersionisten sind, und da ist das geflügelte Wort vom "Athmo-Faschisten" nicht weit von der Wahrheit entfernt.)

Von Casuals im Laws'schen Sinne würde ich aber nicht reden. Man kommt schon zusammen um des Spielens willen (statt als Aktivität die man auch durch einen Kegelabend ersetzen könnte), und man schert sich schon darum ob das Spiel gut oder schlecht abläuft statt es als Rahmenprogramm für einen geselligen Abend zu benutzen.
Was aber eine Tatsache ist ist, dass meine Mitspieler sich bei weitem nicht so intensiv um das Hobby kümmern wie ich. Regeln kennt man nur so weit wie man sie im Alltag braucht, keine Conbesuche, keine Forenaktivitäten, und von Theorie ganz zu schweigen.

Bei meinem ARS-Spielstil fällt das aber nicht so ins Gewicht da ein Seichtspieler der vor sich hinspielt das Spiel nicht stört solange er wenigstens einen kleinen Beitrag zum Gruppenerfolg leistet.
Bei Immersionisten wo schon ein Monty-Python-Zitat den Spielabend versaut sieht das vielleicht anders aus, und auch andere fiktionsorientierte Spieler dürften davon nicht begeistert sein.


Dom / Website (27.6.07 16:04)
Hm, vielleicht sollte man eher von "Normalspieler" und "Intensivspieler" statt von "Seichtspieler" reden.

Ansonsten: Ja, das kenne ich auch und kam am Samstag bei D&D wieder schön zum Ausdruck. Purzel kann dazu besser was schreiben als ich.


Ron / Website (27.6.07 19:32)
Auch wenn Anfang und Ziel einer „Mission“ bereits feststehen, kommt es dann doch darauf an, wie man es letztlich erreicht (Stichwort: „Der Weg ist das Ziel“).

Und gerade auch als „Method Actor“ z. B. ist man doch eher kaum an Rätselraten und tiefschürfenden Metadiskussionen interessiert. Wenn man aber so jemanden in der Runde hat, sollte man ihm durchaus auch was bieten. Wie immer kommt es da halt auf die richtige Dosierung einerseits und den Geschmack der Runde an …

Bin nur ich das, oder warum habe ich in letzter Zeit irgendwie das Gefühl, dass man jede Theorie-Diskussion auf die einfache Frage „Woran hat die Runde Spaß und woran nicht?“ zusammenkürzen kann?


Frank (27.6.07 20:16)
Ron: Diese Frage ist der Anfang, nicht das Ende der Rollenspieltheorie.


Sven / Website (27.6.07 21:18)
Sehr schönes Plädoyer für mehr Verständnis und weniger Hobby-Fachismus.


Purzel / Website (28.6.07 13:18)
Wie Dom schon sagte hatte ich am Wochenende als D&D-Spielleiter ein Erlebnis zu dem Thema, das uns ganz schön das Spiel verhagelt hatte.

Ich hatte einen "beinharten" Gegner (Kraken, CR12) eingeführt, der doch deutlich über den Level der SCs war (Gruppenlevel 8, vier Charaktere), allerdings mit Vorbereitungen und Wissen um die der Gruppe zur Verfügung stehenden Spells und Items und der Schwächen und Stärken des Monsters immer noch innerhalb der Schaffbarkeitsgrenzen. Für Hardcore-Gamer kein Problem, vor allem wenn man Risiko nicht scheut.

Allerdings hatte ich meine Gruppe da unterschätzt. Statt dass sie munter drauflos planten oder Aktionen machten passierte erstmal nichts, sie zögerten und drucksten und waren ratlos. Zusätzlich waren alle auch noch unterzuckert durch fehlende Mahlzeiten. Erst spät fanden sie eine Lösung aus dem Dilemma. Aber selten habe ich meine Gruppe derart unmotiviert und platt gesehen.


Jasper (1.7.07 17:35)
Geil, auf welchem Server bist du denn? Ich bin Echsenkesssel, mit einer Gnom-Schurkin .


alexandro / Website (1.7.07 20:26)
Guter Artikel.
Hab etwas ähnliches schonmal auf meinem Blog geschrieben, allerdings sind mir inzwischen ein paar Einschränkungen eingefallen:
1. Nur weil die Spieler keine (konkreten) Ansprüche an das Spiel stellen, heißt das noch lange nicht, dass der SL "seicht" leiten sollte. Runden bei denen der SL das was er macht nicht ernst nimmt zerschlagen sich relativ schnell. Runden bei denen der SL eine Steilvorlage an Qualität liefert dagegen florieren (und ermuntern die Spieler- ganz ohne Zwang- dazu selbst höhere Ansprüche an ihr Spiel zu stellen).
1a. Es gibt SL für die es zu unbefriedigend ist, solche Leistungen zu erbringen, wenn die Spieler es ihnen nicht gleichtun. Das ist OK.
2. Das Spieler keine konkreten Ansprüche an das Spiel formulieren können heißt noch lange nicht, dass diese nicht vorhanden sind. Vielleicht wollen sie sich nur nicht außerhalb des Spiels mit den verschiedenen Spielstilen auseinandersetzen oder diese sind ihnen zu abstrakt oder... (hier hilft uns auch Cheetoism nicht mehr weiter, weil auch dort davon ausgegangen wird, dass die Spieler mit den unterschiedlichen Spielstilen vertraut sind).


Settembrini / Website (2.7.07 14:14)
Gelinde gesagt: Quatsch.

Die [WoW-Casual-Opfer] nehmen, was ihnen vorgesetzt wird.
Wird ihnen was besseres vorgesetzt, nehmen sie das.
Wenn nicht, dann nicht.

Die sind träge, aber nicht seicht oder blöd.

Aber grundsätzlich ist es korrekt, daß die meisten "irgendetwas spannendes" machen wollen.

Elitenverantwortung, meine kleinen Freunde, Verantwortung hat der Programmierer und SL.
Wer da, so wie es hier anklingt abwinkt, ist in besonderer Weise rücksichtslos und arrogant.

So, als wenn Lehrer sagen: Die Schüler sind mit nicht Vokabeln-lernen offenabr zufrieden. Lassen wir sie doch!

nochmal: großer Quatsch, Frank


alexandro / Website (2.7.07 15:37)
qed 1a


Frank / Website (3.7.07 12:18)
Andreas, du bist wie ein Kreisliga-Kicker, der nicht versteht, dass andere dazu nicht den Ehrgeiz haben und einfach im Park auf der Wiese buffen, ohne Grätschen, ohne Aus und ohne Abseits. Deine Geringschätzung des „dummen Spieler-Viehs“ überrascht wenig, ist aber dennoch anmaßend und verfehlt. Auch zeigt sich, dass du – trotz deiner unbestrittenen Einsicht in unser Hobby – immer noch die Wirkung des Spielleiters überschätzt.

Ich habe schon erlebt, was passiert, wenn ein (noch so hervorragender) Spielleiter die Gruppe mit seinen Ansprüchen überfordert. Da zeigt sich sehr eindrucksvoll, wie sehr der Spielleiter von den Spielern abhängig ist. Wenn sie nicht mitziehen, ist er total aufgeschmissen.

P.S.: WoW ist u.a. deswegen ein hervorragend gemachtes Spiel, weil es eben für alle Ansprüche, vom niedrigsten bis zum höchsten, etwas bietet. Es gibt ja auch schwere Quests, Instanzen, Raids, PvP...


Settembrini / Website (3.7.07 14:29)
Nein.

Ich liebe meine Spieler.
Aber:
Ich verachte Schwachmaten-SLs. Denn sie beleidigen ihre Mitmenschen durch Unterlassung und nichtwahrgenommene Verantwortung.

Und was Du hier verzapfst, bereitet den Laumichel-SLs ein bequemes Bett.

WoW ist nicht hervorragend gemacht. WoW ist hinreichend gut gemacht. Ein riesen Unterschied.

Letzlich läßt sich alles (vor allem Deine indiskutable Argumentationskette) darauf zurückführen, daß Du ohne feste Werte durch solche Themen gehst. und dann fehlt Dir immer wieder der Blick für den Unterschied zwischen "genug Leute machen etwas" und "richtig". Deine "soll mal jeder machen" Weltanschauung (in den mir bekannten Bereichen) gleicht zersetzendem Vulgar-Foucault-Relativismus.

Und auf dieser Basis kann man sich nicht unterhalten, da vollkommene Beliebigkeit und die Auflösung jeder normativen oder ästhetischen Kategorien folgt.

Man vergeleiche nur Diene lächerliche Verteidigung von irrwitzigen, vormodernen Aberglauben: Tarot.

Mach´s gut.


alexandro / Website (3.7.07 14:43)
Kriterien, welche der SL an sich selbst anlegen sollte, nicht an seine Spieler.
Um auf den Lehrer-Vergleich zurückzukommen: das was du forderst wäre so, als würde ein Lehrer von seiner Grundschulklasse das Wissen des LK Physik des Gymnasiums verlangen.

Man vergleiche lächerliche SL-Versager wie den Pundit, die den SL-Burnout zur "tollen Technik" hochstilisieren (Ja, das hat nicht wirklich etwas mit dem Thema zu tun. Dein Tarot-Beispiel allerdings ebensowenig).


Settembrini / Website (3.7.07 19:05)
Alexandro kann ich hier fast unumwunden zustimmen: Der SL ist gefordert.

Beim Pundit würde ich andere SL-Fehler sehen, aber das ist eine andere Geschichte.

Versöhnliches @Frank: Ich möchte Dich am liebsten solange schütteln und anschreien, bist Du mal eine eigene Meinung auf Werten fußend (hobbybezogen) bildest, und nicht eine Fahne im Wind deiner durchaus lesenswerten Beobachtungen bleibst.


(3.7.07 21:41)
Andreas, du siehst mich mal wieder baff. Ich glaube, du meinst das tatsächlich ernst. Hier mangelt es ganz offensichtlich bereits an der gemeinsamen Diskussionsgrundlage.

Der Lehrer-Vergleich ist fehl am Platze. Rollenspiel ist kein Bildungs-, sondern Unterhaltungsprogramm. Jedenfalls bei mir. Zwang zum Anspruch? Nein danke.

Ich persönlich bevorzuge z.B. trotz wohl vorhandener intellektueller Kapazität seichte Trivialliteratur. Das liegt nicht an einem mangelnden Angebot zweifellos hervorragender anspruchsvoller Bücher (nicht nur im Laden, sondern auch in meinem Regal), sondern daran, dass ich beim Lesen das Gehirn gern entspanne, statt es zu fordern. Ebenso handhaben es viele Rollenspieler mit dem Rollenspiel.


Frank (3.7.07 21:43)
Öhm, das war ich.

P.S.: Das nächste Mal, wenn du von Werten im Rollenspiel sprichst, kann ich mir den sich aufdrängenden Kalauer nicht mehr verkneifen!


Frank (4.7.07 08:52)
P.P.S.: Die Werte, von denen du hier sprichst, sind wohl wieder deine albernen (gesellschafts-)politischen und philosophischen (?) Parallelen. Du willst von mir eine Meinung hören? Hier ist sie: Du hast Unrecht. Deine Ansichten sind falsch. Ich lehne sie ab. Und ihre Übertragung auf ein Hobby wie Rollenspiel erst recht.

Im Lichte der teilweisen Beliebigkeit deiner "Werte" bleibt im Übrigen der Eindruck, dass es hier eher um das Verurteilen um seiner selbst geht, als um die Sache. Was ja auch der Grund ist, warum ich deinem Forum fern bleibe.

So geh und predige weiter Verachtung, ich werde weiter Respekt predigen. Du willst, dass ich mich zu Werten bekenne? Hier ist einer, der einzige, der zählt: Respekt!


Settembrini / Website (4.7.07 09:12)
q.e.d.

Auf dieser Ebene kann man sich nicht unterhalten.

Respekt vor allem und jedem, oh mein Gott...
...das traurige ist, daß es nur ein fauler Selbstbetrug deiner selbst ist, weil du dich nicht festlegen willst.
Oder als ganz offen dastehen willst...vor die selbst, ob wohl du nur das bist was du bist. Aber z ufeige dazu zu stehen.
Du wirst entweder weiter ziellos umherokolytieren, oder auf sehr harte Weise lernen müsen, daß du dir selbst und deiner Umwelt schadest.

Gute Besserung.


Frank / Website (4.7.07 09:55)
q.e.d., in der Tat.^^


Norbert / Website (4.7.07 12:51)
Zustimmung auf ganzer Linie, Frank.

Was du schreibst, ist natürlich ein böses No-No in der Welt der ach so aufgeklärten Experten in Sachen Rollenspiel –– und dass der Oberexperte Settembrini, sich selbst auf dem alleinig richtigen Erkenntnisweg befindend, so reagieren musste, war auch klar.

Sein Verhalten zeigt exemplarisch das auf, was mir in den vergangenen paar Jahren so sauer aufgestoßen ist am sogenannten Expertentum in den Rollenspielforen: die felsenfeste Überzeugung, dass es nur eine Art von "gutem" und "schlechtem" Rollenspiel bzw. Spielleiter gibt; wobei die Definitionshoheit über diese Variablen natürlich bei den Experten und nicht bei den, bewahre, Spaß- und "Freizeitspielern" liegt.

Da werden Menschen, die anders spielen (und, wohlgemerkt, es geht um ein Spiel, verdammich, um ein Spiel), schon mal gerne als "Opfer" beschimpft, und "Stimmungsspiel" ist ganz, ganz böse. Scheuklappen auf und durch die Welt gemäht, jucheissa, Provokation weicht der Sachlichkeit.

Sagt mal, wann ist endlich Schluss mit dieser selbstverliebten Nabelschau?


Georgios / Website (4.7.07 13:13)
Frank, eine Sache ist mir noch nicht ganz klar. Das "leichte Spiel" ist eine Art und Weise, wie man zu einer Spielrunde stehen kann. Volle Zustimmung.

Folgt deiner Meinung nach daraus, dass man einem solchen Spieler in einer Runde entgegenkommen muss? Oder steht es der Gruppe frei zu sagen: "sowas wollen wir hier nicht"?

Sprichst du hier von einer Möglichkeit zu spielen unter vielen oder von einem festen Bestandteil, den man nicht ausschliessen darf?


Frank / Website (4.7.07 15:21)
Norbert: Tja, die Kunst der Provokation beherrscht unser Hofrat vorzüglich, das muss man ihm lassen.

Georgios: Selbstverständlich steht es der Gruppe frei zu sagen, so was wollen wir hier nicht. Wenn ich eine echt anspruchsvolle Runde will, dann werde ich keinen Spieler einladen, der da nicht mitzieht. Aber wenn ich für eine Runde leite, die es gerne locker angehen lässt, dann werde ich nicht von ihnen verlangen, dass sie sich meinem (höheren) Anspruch anpassen. Habe ich probiert, klappt nicht und versaut am Ende allen den Spaß. Lasse ich jetzt bleiben, in einer anderen Runde, klappt. Ist für mich zwar nicht das bestmögliche Ergebnis, aber immer noch gut genug, um die Zeit wert zu sein.

Dann gibt es natürlich noch die These, dass seichtes Spiel die Spieler quasi verkrüppeln lässt. Ein gewisser Herr Edwards hat in diesem Zusammenhang mal von einem Hirnschaden gesprochen. Das halte ich für ziemlichen Schwachsinn.

Natürlich kommt es öfter mal vor, dass ein SL aufgrund bestimmter unreflektierter Vorannahmen „seicht“ leitet, die Spieler das aus Höflichkeit oder Gleichgültigkeit akzeptieren, und dadurch vorhandenes Potential der Runde verschwendet wird. Das ist schade, und wenn man den Leuten helfen kann, mehr Spaß am Spiel zu haben, dann sollte man das auch tun. Nur die Annahme, dass jeder, der „seicht“ spielt, eine arme Sau ist, die viel mehr Spaß haben könnte, wenn sie nur wüsste wie, ist anmaßend und falsch. Genau gegen diese, von Andreas schön vorexerzierte, Annahme wendet sich mein Beitrag.


alexandro / Website (4.7.07 17:39)
???
Der Hofrat stimmt mir zu und widerspricht Vermi?
Und ich dachte ich hatte Vermi zugestimmt?
Komische Menschen.

Zum Hofrat ist mir kürzlich ein schönes Zitat von Feuerbach in die Hände gefallen (welches natürlich nicht gegen den Hofrat- den Feuerbach nicht kannte- sondern gegen Fichte geht, aber es passt auch hier):
"Er ist ein Tier, das keinen Widerstand verträgt und jeden Feind seines Unsinns für einen Feind seiner Person hält. Ich bin überzeugt, daß er fähig wäre [...] mit Schwert und Zuchthaus seine Wissenschaftslehre einzuführen, wenn sein Katheder ein Königsthron wäre."

Überhaupt erinnern mich die derzeitige "Glaubenskriege" unter den Theoretikern/Theoriegegnern stark an den Streit mit dem sich die Philosophen seit alters her auseinandersetzen, daher bleibt mir dazu nur zu sagen:
"Die meisten sind schlecht." (Bias)

(OT: das Verifizierungsbildchen lautet "FrANK". Zufall? ).


Georgios / Website (4.7.07 18:30)
Frank, alles klar.

Dann auch von mir ganze Zustimmung. Aber ich muss gestehen, dass wenn meine Gruppe die "seichte Stimmung" packt, ich lieber ein Brettspiel oder Kartenspiel auspacke, statt ein Rollenspiel zu leiten. Aber manchmal ist es auch ganz angenehm mal "seicht" zu spielen. Leiten muss es halt nur jemand anders.


Settembrini / Website (4.7.07 18:42)
Spieler dürfen seicht sein, soviel sie wollen. Der Spielleiter nicht.

Darum geht´s mir.


Skyrock / Website (4.7.07 20:28)
Seichtleiter moralisch verdammungswürdig? Geht's noch?
Gerade bei Gruppen wo der SL derjenige ist der es halt macht weil er sich als letzter unter dem Tisch versteckt hat wird es so was wohl öfter geben.
In unserer Anfangszeit, als rotierend geleitet wurde war es auch nicht gerade anspruchsvoll was wir gemacht haben (weder taktisch noch fiktional noch immersiv noch was weiß ich für eine Schublade).
Und soll ich was sagen? Da keiner große Ansprüche gehabt hat hat es auch nicht gestört, und wenn jemand anders das Szepter übernommen hätte wäre es auch nicht besser gelaufen.

Ich erkenne keine inhärente Minderwertigkeit von Seichtleitern, gerade wenn der Rest der Gruppe es auch nicht besser hinkriegen könnte.


Frank (4.7.07 22:05)
Ich denke, wer Andreas' Rollenspiel-Moral noch für diskussionswürdig hält, sollte einen Thread im Ork eröffnen.


alexandro / Website (4.7.07 22:07)
Kommt alles auf die Spielervorlieben an, das ist alles.

Klar es gibt "Laumichels" die nicht anders können und Spieler die bei diesen mehr erwarten werden bei denen enttäuscht (ein solcher hat dem ghoul nach eigener Aussage den Spaß an Inspectres verdorben).

Es gibt aber auch- und das ist was du nicht kapierst- das andere Extrem: den Elfenbeinturm-SL, der elitäre Ansprüche an seine Runde stellt, ohne auf das was seine Spieler wollen einzugehen (und deshalb auch nur mit seiner Standardrunde spielt, die ihm den Schwanz streichelt wie er's gern hat).

Die meißten FUNKTIONALEN Runden liegen irgendwo dazwischen, aber es gibt nicht DEN Idealpunkt zwischen diesen Extremen.
Sogar Runden nahe an einem dieser Extrempunkte sind für einige zufriedenstellend.
Die Extreme (die nicht anzustreben sind) sind die EINZIGEN festen Werte in der Spielstildebatte, alles dazwischen ist Interpretationsache.


Joerg.D (4.7.07 22:10)
Ich denke, das sich in einer Gruppe durchaus verschiedene Wünsche nach dem Schwierigkeitslevel finden. Aber eine von mir persönlich gemachte Beobachtung ist die, das Spieler in der Woche nach der Arbeit dazu neigen eher leichte Kost zu verdauen und am Wochenende schon eher mal etwas mehr fordern. Das kann dann zu regelrechten Leistungsrollenspiel werden, wenn die Herren erst mal warm sind und nicht platt von der Arbeit. Auch das ist für mich ein Grund für den Erfolg der WoW. Der Schwierigkeitslevel kann individuell gewählt werden und man kann genau das machen, wonach einem gerade der Sinn steht. Wenn ich jetzt sehe, was sich die Spieler bei Western City für Plotts ausdenken, wo es doch tatsächlich keinen SL gibt, dann kann ich mit fug und Recht behaupten, das es keinen SL braucht, wenn man motivierte Mitspieler hat. Klar, das Spiel ist nicht gerade Weltmeister im erzeugen von Intensität, aber bis jetzt ist bei jeder Runde die ich gesehen habe ein brauchbarer Plott ausgekommen, der genau das wiederspiegelte, was die Spieler wollten. Was gibt es besseres? Der Sinn einer Runde ist es Spaß zu haben, da sollte man die eigenen Wünsche nicht auf die Mitspieler projizieren.
Der Gedanke das man seine Spieler fordern muss um Spaß zu erzeugen, ist eine Projektion der eigenen Vorlieben. Die Vorstellung das der SL dafür zuständig ist, erweist sich IMHO als genau so veraltet wie der Irrglaube, das der SL immer Recht hat und die Regeln zu Gunsten des vermeintlichen Spielspaßes ignorieren darf.

Gruss der Jörg


Preacher (11.7.07 10:41)
"Klar es gibt "Laumichels" die nicht anders können und Spieler die bei diesen mehr erwarten werden bei denen enttäuscht (ein solcher hat dem ghoul nach eigener Aussage den Spaß an Inspectres verdorben)."

Gerade bei Inspectres stehen aber doch die Spieler, nicht der SL in der Verantwortung. Ich hab auch schon Inspectres-Runden erlebt (und "geleitet"), die in die Hose gegangen sind. Manchmal springt der Funke einfach nicht über. Aber bei Inspectres kann man für ein langweiliges oder ZU seichtes Spielerlebnis dem SL nicht mehr Verantwortung zuschieben als dem Rest der Runde.


ghoul / Website (11.7.07 11:09)
@Preacher: Naja, den anderen Spielern war Inspectres ja auch neu. Der SL hat die Spieler in ihrem eigenen Blödfug schmoren lassen nichts ging mehr. Ich als Problemlösungsspieler konnte nichts mehr erreichen.

Zum Thema:
Als SL kann man der Gruppe anspruchsvolles Spiel nach beliebigen SL-Paradigmen anbieten und sollte dies auch unbedingt tun. Man muss dann aber sehen, für was sich die Spieler begeistern. Entweder man variiert dann SL-Paradigmen oder die Spielteilnehmer. Dazu gehört natürlich ein Bewusstsein für unterschiedlichste Anforderungen von Spielerseite. U.U. empfiehlt es sich, wenn man die Spielteilnehmerzusammensetzung konstant halten will, den Parameter RPG-System zu variieren, an den nunmal oft der Parameter SL-Paradigma gekoppelt ist.

Wer als SL nichts bietet, versagt durch mangelnden Ehrgeiz. Auch wenn seine Casual-Spieler mit lauem Spiel nicht zwangsläufig unglücklich sind.


Frank / Website (12.7.07 13:26)
Und genau hier liegt der Irrtum: Die Spieler, von denen ich rede, sind nicht „casual“. Sie finden Rollenspiel gut. Sie spielen es nicht beliebig, sondern haben Vorlieben und Meinungen. Sie haben nur weniger Ehrgeiz und Anspruch als du und ich, das ist alles.


ghoul / Website (12.7.07 21:19)
Das ist dann sicher ein Sonderfall. Wenn einmal ein anderer Spieler auch nur für einen Abend hinzukommt, wird diesem die Unzulänglichkeit eines anspruchslosen SL offenbar.

Ich sage nicht, der SL oder die Gruppe seien verpflichtet sich zu ändern. Sollen sie doch machen, was ihnen Spaß macht. Aber sie dürfen sich dann nichts darauf einbilden oder erwarten, dass andere bei ihnen Erfüllung finden.


Frank (12.7.07 21:36)
Darauf können wir uns einigen.


(13.7.07 08:18)
@ghoul:
"Der SL hat die Spieler in ihrem eigenen Blödfug schmoren lassen nichts ging mehr."

Gut, als SL sollte man schon mal ab und an einen Impuls geben, wenn die Spieler von alleine nicht aus dem Quark kommen. Aber gerade wenn Inspectres für alle neu ist, dann ist es schwierig abzustecken, wann jetzt ein Eingreifen erforderlich ist. Zumal das Eingreifen auch von jedem anderen Spieler kommen kann - und sollte.

"Ich als Problemlösungsspieler konnte nichts mehr erreichen. "

Als Problemlösungsspieler bist Du mit Inspectres eh vollkommen fehl am Platz. Durch die weitreichenden Erzählrechte kannst Du Probleme (mit ein bischen Würfelglück) einfach wegreden - wenig Herausforderung in diesem Sinne.
Das Lösen von Problemen ist überhaupt nicht der Fokus von Inspectres, der liegt darin, zusammen eine Fiktion, eine Story zu schaffen - dafür eignet es sich auch ganz gut (auch wenn ohne ne Menge Disziplin die Plots schnell ins Abstruse abgleiten).
Aber wenn Du wirklich eine Probleme lösen willst, eine Herausforderung im ARSigen Sinne suchst, dann ist Inspectres einfach das komplett falsche Spiel.
Ich spiel ja auch nicht "Mensch ärgere dich nicht", und beschwere mich dann, daß ich so wenig taktische Optionen habe.

"Sollen sie doch machen, was ihnen Spaß macht. Aber sie dürfen sich dann nichts darauf einbilden oder erwarten, dass andere bei ihnen Erfüllung finden."

Full Ack.
Diesen Merksatz sollten sich aber auch Leute von der "Anspruchsfraktion" verinnerlichen...


alexandro / Website (13.7.07 19:43)
Für mich ist ein wichtiger (und oft unterschätzter) Aspekt in der SL-Rolle ist auch der des "Vermittlers".

Bei Runden in denen die Spieler sich gut kennen mag es angebracht sein, dass der SL sich einfach zurücklehnt und "die Spieler einfach mal machen lässt", aber in den anderen Fällen ist der SL gefordert, sonst wird die Runde Gummibandartig in zuviele verschiedene Richtungen gezerrt, ausgeleiert und keiner hat Spaß.

Hier helfen wirklich nur Ansprüche (des SLs an sich selbst) weiter, denn die Runde zu motivieren und die verschiedenen Interessen zu vereinen halte ich für immens wichtig.

SLs welche dazu nicht in der Lage sind, welche auf diese Ansprüche aber nicht verzichten wollen und sie daher auf ihre Spieler abwälzen ("Sprecht nur noch gehoben!, "Lernt die Zauberregeln, sonst könnt ihr sie nicht anwenden!"), sind dagegen nur bemitleidenswert.


Settembrini / Website (16.7.07 22:04)
Au Weia! Jetzt seid ihr schon beim 1x1 des menschlichen Miteinanders angekommen. Tolle Wurst.


Preacher (17.7.07 08:37)
"Au Weia! Jetzt seid ihr schon beim 1x1 des menschlichen Miteinanders angekommen. Tolle Wurst."

Tja, werter Hofrat - damit sind wir dir immerhin einen Riesenschritt voraus. Aber gräm dich nicht - irgendwann lernst Du das sicher auch noch.



alexandro / Website (17.7.07 14:58)
Selbstverständlich wären Umgangsformen.
Auch wichtig, aber nicht das, worüber ich spreche.

Ich rede von Empathie (speziell Perspektivenübernahme) und das ist halt etwas, was nicht zum 1x1 des menschlichen Miteinanders gehört.

Aber dennoch wichtig ist, da man beim RSP mit Meinungsbildung nunmal nicht weiter kommt.


ghoul / Website (26.7.07 11:09)
"als Pröblemlösungsspieler im Erzählspiel":
Als Herausforderung hatte ich ja dort das Erzählen einer Geschichte begriffen. Aber es war nicht mal mehr gutes Erzählspiel! Die Geschichte kam nicht voran, niemand versuchte, ihr Sinn einzuhauchen, es war nur noch Nonsense in Kreisen!
Wie Dreifaltigkeits-Erzähler alexandro geschrieben hat, hier ist der SL gefordert. Mir persönlich ist jedenfalls nicht klar geworden, wie Geschichten mit Anfang und Ende, Hand und Fuß in so einem system überhaupt entstehen können.


Frank (26.7.07 13:15)
Oh Mann. Ihr solltet mal den Begriff „Herausforderung“ definieren. Wenn er jetzt plötzlich das gleiche bedeutet, was ich mit „Anspruch“ umschreibe, statt, wie etwa in GNS deutlich definiert, In-Game Hindernisse, oder meinetwegen noch taktische und strategische Probleme, egal ob in Regeln oder Spielgeschehen verwurzelt… Das wirkt doch sehr beliebig… *shrug*

Mit InSpectres habe ich auch eher die Erfahrung gemacht, dass es für 1-2 Stunden Slapstick gut ist, aber nicht zum Geschichtenerzählen.


ghoul / Website (26.7.07 14:54)
*kopfschüttel* Muss ich jetzt jede noch so kleine Aussage auf Allgemeingültigkeit und prüfen? Vergiss es. Selber schuld, wenn Du überall nach größeren zusammenhängen suchst.

Immerhin pflichtest Du mir bei, dass Inspectres nicht zum Geschichtenerzählen taugt. Wozu taugt es dann? Wenn man es nicht länger als 2h spielen kann, hat es doch wohl als Rollenspiel versagt.


Frank (26.7.07 19:13)
InSpectres ist ein Rollenspiel für zwei Stunden Spaß und Schluss. Wo ist das Problem?

Was die Zusammenhänge angeht: Gehörst du nicht zur Hofrat-ARS-PESA-Blogger-Fraktion?


alexandro / Website (26.7.07 19:16)
Muss man es länger als 2h spielen können, damit es ein Rollenspiel ist???
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade der hohe Zeitaufwand ("Ihr müsst euch für eine Runde mindestens vier Stunden Zeit nehmen...") viele Neueinsteiger abschreckt da mitzumachen (und ehrlich gesagt: hätte mir jemand vorher gesagt, wie zeitaufwändig das ist, wäre ich auch NIIIIIIE zum Rollenspiel gekommen).

Inspectres taugt nicht fürs Geschichtenerzählen mit dramatischer Struktur und Spannungsbogen, allerdings taugt es wunderbar zum Spielen von klassischen Abenteuern. Im Grunde unterscheidet sich Inspectres inhaltlich (das was im Spiel geschieht- nicht was am Spieltisch geschieht) nicht sonderlich von anderen Rollenspielen: Charaktere in Inspectres machen das, was Charaktere in anderen Systemen auch machen.
Der Unterschied ist, dass das Ganze etwas "gestraffter" ist, d.h. es gibt weniger "tote Zeit" in der die Spieler bei der Lösung des Abenteuers nicht weiterkommen und man kann fast von einem 1:1 Verhältnis von "Was am Tisch geschieht" zu "Was in der Spielwelt geschieht" sprechen.

Dadurch fallen natürlich auch einige interessante Optionen (Taktik, Puzzeln, Charakterspiel...) des klassischen Rollenspiels weg, aber man kann halt nicht alles haben.


ghoul / Website (27.7.07 17:37)
@Frank:
Die PESA hat doch gar nichts gegen Erzählspiele. Warum soll ich mich also nicht dafür interessieren? Müssen denn alle meine Äußerungen auf ARS bezogen sein? ;-)

Inspectres: Dazu kann ich nichts weiter sagen, ich hatte nur die eine schlechte Spielerfahrung.

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